Fachtagung zum Thema „50 Jahre Migration und Partizipation? - Altenhilfe für Migranten”
von Ali Eliş


Am 29./30. März 2010 jährte sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Anwerbeabkommens. Die ersten Abkommen waren mit Spanien sowie Griechenland. 1955 wurde das Anwerbeabkommen mit Italien realisiert. Ähnliche Abkommen wurden mit der Türkei, Portugal, Marokko, Tunesien und Ex-Jugoslawien vereinbart.

Viele Migranten die hier Jahrzehnte lang gearbeitet haben sind mittlerweile im Rentenalter angekommen und viele von denen sind über Altenhilfe und Angebote für ältere Menschen wenig informiert.

In Bremen hat das ZIS nach 5 jähriger sowohl wissenschaftlicher als auch pädagogischer Arbeit, das Projekt „Köprü – Altenhilfe für Migranten” gestartet. Im Rahmen dieses Projektes plant das ZIS eine halbtägige Fachveranstaltung am 15. September 2010. Das Projekt wird durch die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales/ Referat Altenhilfe gefördert.

Die Veranstaltung wendet sich an die Fachöffentlichkeit, die die interkulturelle Öffnung der Altenhilfe anstrebt und voranbringt. Die geringe Inanspruchnahme verschiedener Hilfen durch Migranten – kürzlich auch dokumentiert durch die Große Anfrage zur Lebenssituation älterer Migranten in der Bremischen Bürgerschaft - zeigt, dass es noch immer viele Zugangsbarrieren gibt. Erklärungs- und Lösungsmöglichkeiten zu suchen, soll Inhalt dieser Veranstaltung sein. Erklärungsansätze sollen auch durch die Auswertung der ersten zehn Monate des Projektes „Köprü” gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern erarbeitet werden. Außer diesem praxisbezogenen Teil der Veranstaltung ist geplant, renommierte Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler als Referent/innen einzuladen.

Zum Hintergrund: Die Ziele des Projektes „Köprü” sind: mehr Teilhabe der älteren Migranten am Altenhilfesystem, die Angebote der Altenhilfe bei den Migranten besser bekannt zu machen, zu erklären sowie Schwellenängste zu nehmen. Dafür wird die Zusammenarbeit mit Trägern der Altenhilfe und anderen Einrichtungen intensiviert. Wichtige Bestandteile des Projektes sind die Einzelberatung für Migranten ab 55 Jahren, Gruppenberatungen für ältere Migranten sowie deren Angehörige, Informationsveranstaltungen sowie insbesondere der Einsatz der freiwilligen Seniorenbeleiterinnen, die geschult werden, um eine Brückenfunktion („Köprü” = Brücke) zwischen Trägern der Altenhilfe und der Zielgruppe einzunehmen.

Der zeitliche Rahmen der Veranstaltung am 15. September 2010 ist von 14.00 bis 18.00 Uhr geplant unter dem Arbeitstitel ”50 Jahre Migration und Partizipation? – Altenhilfe für Migranten”.

Die Senatorin für Soziales, Frau Rosenkötter, haben wir eingeladen, ein Grußwort zu dem Fachtag zu sprechen. Das ausgearbeitete Programm werden wir Ihnen sobald wie möglich zusenden.

Wir beabsichtigen eine Dokumentation der Tagung zu erstellen



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